Die erste Lesereise des Jahres …

… ging nach Augsburg!

Aber erstmal, am Anreisetag, wurde nicht gelesen, sondern ein bisschen Augsburg geguckt. Und das noch in herzallerliebster Begleitung. Eine meiner absoluten Lieblings-Kolleginnen, die ebenso nette, wie tolle Charlotte Habersack, ist nämlich extra aus München mit dem Zug angedüst, weil wir uns schon so lange nicht gesehen haben. Immerhin ein Erinnerungs-Grinseselfie haben wir hingekriegt. Die restlichen Fotos habe ich schnell auf dem Rückweg ins Hotel geknipst. Außerdem seht ihr mein ausgewogenes Abendessen: Erst ein Vitamindrink auf dem Balkon (wegen eines zu frisch gewaschenen, feuchten Teppichbodens wurde ich „upgegradet“) und dann noch was zum Knurpsen im Hotelbett. (Bei laufendem Fernseher! Ich hab ja seit Ewigkeiten keinen mehr, da findet man sogar Werbung spannend. ;-))

Von den Lesungen am Gymnasium St. Stephan (seit Erscheinen meiner „Knäckebrothelden“ halte ich ja auch immer mal wieder Lesungen abseits von Grundschulen) hab ich keine Fotos. Aber macht nix! Dafür gibt es einen wunderschönen Lesungsbericht! Ich bin ja tatsächlich etwas rot geworden beim Nachlesen. Ich fand es aber genauso toll. Alle fünften Klassen habe ich „belesen“ – und die Kinder waren so wunderbar (die Lehrkräft aber auch!). Alle waren voll dabei. Bei den ernsten (und auch traurigen) Stellen. Bei den Lustigen. Und bei allem, was ich noch so erzählt habe. Aber wer mag, darf selber nachlesen. 🙂 Ein toller Start ins neue Lesungsjahr, auf jeden Fall. (Und wer noch Lesungsbedarf hat – dieses Jahr habe ich tatsächlich noch einiges an Platz im Kalender! Ich freue mich über Anfragen!)

2016

In den sozialen Medien ist es gerade angesagt, zehn Jahre zurück zu blicken. Hab ich auch mal gemacht. 🙂

Zum ersten Mal Kinderbuchmesse Bologna! Die liebste Joelle Tourlonias hat mich mitgeschleppt und zack, war es, als ob ich Alexandra Helm und Markus Lefrancois schon eeeewig kannte. (Vielleicht auch, weil wir alle in einem Hotelzimmer geschlafen haben! :-)) Seitdem geht es immer dahin und ich hab soooo viele tolle, Kinderbuchmenschen kennen gelernt. ❤️
Mit Johnny ist die geliebte Terrortöle Nr. 3 eingezogen (die sehen ja alle sooooo brav aus, auf dem Bild!) und meine Schweine wurden Filmstars: Ein Trailer für unser Bilderbuch stand an und deshalb wurden Krümel & Fussel nicht nur von mir, sondern auch von Joelle und meiner Agentin Birgit Arteaga bekuschelt.
Es fand das allererste in-echt-Treffen mit dem tollsten Kinderbuchforum der Welt statt (die Zusammensetzung hat sich seitdem aus allerlei, teils sehr traurigen, Gründen ziemlich verändert, aber den harten Kern gibt es noch immer).
Wegen geschenkter Bruteier wurde unsere Henne Gockgock Chanel Mama (ebenso entzückend wie nervenaufreibend war das) und mein Buch „Wunschelberg“ kam in Leipzig wortwörtlich groß raus. Spannend!

Da fehlt jetzt natürlich noch einiges: staubige Renovierungsarbeiten, tierische Anekdoten, viel Gemüsegartengewurschtel und natürlich noch mehr Lieblingsmenschen! Aber das ganze Foto-und Familienalbum pack ich lieber doch nicht aus.

Zehn Jahre – ein Augenzwinkern! So einige Abschiede gab es seitdem. Tierische, menschliche … Und auch meine Bücher von damals wurden längst durch Neue ersetzt. Diese allumfassende Geschwindkiet hat mich eine Weile lang schon etwas fertig gemacht. Aber – es geht weiter! Neue Familienmitglieder, neue Geschichten, immer wieder etwas Buntes … Ich bin jedenfalls sehr, sehr froh immer noch sagen zu können, dass ich genau das mache, was ich liebe. Dazu gehört die Kinderbuchschreiberei mitsamt den wunderbaren Kinderbuchmenschen genauso wie mein tierisch tolles Landei-Leben. Und in Zukunft wird letzteres nochmal, dank „Gut Pusteblume“ vielmehr als sowieso schon mit ersterem kombiniert – ich freu mich wirklich riesig drauf!

Schnee! (Juchee?)

Schick sieht’s ja schon aus. Ansonsten herrschen über den Schnee etwas geteilte Meinungen hier. Die Hundis lieben es, Haflinger Sue guckt zwar skeptisch, aber hat sich dann wohl doch begeistert gewälzt (und kam erstmal nicht mehr von alleine auf, so ein Schreck schon wieder!). Krümel, Fussel und Schweine-und Stallkatze Bröselchen warten lieber auf den Frühling. Die Hühner (die armen sehen im viele Weiß ganz schlecht) und die anderen beiden Miezen erst recht. Deshalb wollten die auch gar nicht erst aufs Foto. Ja und die menschlichen Zweibeiner sind ähnlicher Meinung (Wasserschleppen, Frieren und Rutschgefahr – ochjo …) Und ihr so?

Schulhund Floh …

… hat heut (Buch-)Geburtstag!

Also gut, der Schnee und die leuchtende, blendende Sonne sind von vorvorvorvorgestern. Aber dieses wunderhübsche Buch ist nigelnagelneu und ich freu mich riesig darüber! Die Illus von Sandy Thißen soooooo schön, oder? Und die kleinen Geschichten rund um Schulhund Floh und seine Klasse 2b mag ich auch sehr. Ich lieb’s ja, Erstleser zu schreiben. Die Herausforderung auf so wenig Zeilen und in so kurze Sätze eine Geschichte unterzubringen, die lustig und ein bisschen spannend ist, sich fluffig liest und auch noch mindestens ein bisschen Mehrwert in sich trägt – so ein Getüftel macht mir sehr viel Spaß. Ja und wenn dann noch ein Hund dabei ist …

(Also wenn ich in der Grundschule nen Schulhund gehabt hätte – ich wär‘ nie mehr freiwillig heim!)

Möge der lustige Floh viiiiiele, kleine Leseanfängerinnen und -anfänger beglücken!

Die kürzeste Lesereise aller Zeiten

Gestern hatte ich die kürzeste Lesereise meiner Autorinnenlaufbahn (also abgesehen von Lesungen bei uns auf dem Hof): Eine Weihnachtslesung im Nachbardorf – und das mit 50 Kindern! Aber das war nicht mein Verdienst, sondern der dieser unglaublich beeindruckenden Dorfgemeinschaft Rossach (von der sind auch die schönen Fotos!). Die Truppe stellt gemeinsam so viele tolle Veranstaltungen auf die Beine, dass die Leute schon längst wissen, dass sich ein Besuch allemal lohnt. Während ich der einen Gruppe (monster- und waschbärweihnachtlich) vorgelesen und vorgesungen (!!!!) habe, durfte die andere gemütlich basteln. Plätzchen und Kuchen gab es auch noch. Und nen grooooßen Büchertisch mitsamt Signierstunde.

Leider sind meine Winter-Weihnachtsbücher gerade allesamt vergriffen- Saisontitel haben es ja oft besonders schwer auf diesem schnelllebigen Buchmarkt. Aber ich hatte zum Glück noch genug eisern gehortete Exemplare zuhause!

Danke für diesen wuuuunderbaren Nachmittag an alle Helferinnen und Helfern und Mitacherinnen und Mitmacher! Und sorry, an alle Eltern, die noch immer nen „Oh Stinkebaum“-Ohrwurm haben. (Es wurde nämlich auch nach der Lesung noch fröhlich weiter geträllert .)

Knäckebrotfreude

Heute erlaub ich mir, mich mit Coco (und am Liebsten natürlich auch mit euch) nochmal über meine „Knäckebrothelden“ zu freuen. Wer hier regelmäßig mitliest, weiß vielleicht, dass das Buch für mich was Besonderes ist. Ich nenn es für mich mein „Papa-Buch“ – der Stups zum Schreiben war der Tod meines Vaters (vor mittlerweile fast sechs Jahren, verrückt …) und der Wunsch, als kunterbunte Optimistin, aus dem traurigen Thema Abschied, irgendwie was Positives rauszuholen. Im Leben – und als Buch. Und zwar in Form eines durchaus lustigen, mutmachenden Roadtrips – mit viel Herz, Humor und Zusammenhalt. Tja und nun ist das Buch schon eine ganze Weile draußen und ich bin wirklich glücklich, dass ich damit einige, kleine Erfolge feiern durfte: Schöne Rezensionen, berührende Lesungen (aber nie todtraurig!). Eine Besprechung im Radio. Eine Empfehlung beim Goethe-Institut Ägypten (inklusive Empfehlung einer Übersetzung ins Arabische). Einer Auslands-Lizenz nach Rumänien! Ja und dann sind vor Kurzem auch noch die Belegexemplare für die zweite Auflage auf den Hof geflattert. Und dass mein Buch also nicht nur empfohlen, sondern anscheinend wirklich gelesen wird, freut mich (und Coco) natürlich ganz besonders!

Danke auch an meine zauberhafte Lektorin, meine immer begeisterungsfähige Agentur und den tollen Carlsen-Verlag.

Turnhallenglück

Ihr seht hier eine glückliche Autorin mitsamt glücklicher Buchhändlerin am (nicht im Bild, müsst ihr so glauben ) bis auf zwei Bücher leergekauften Büchertisch! Achja, an so nette Begleitung auf Lesereisen könnte ich mich gewöhnen. Die zauberhafte Doris Müller-Höreth von der Buchhandlung Pelzner hatte mich für Lesungen an der Grundschule Nürnberg-Eibach geladen und ich bin zwei Tage lang mit vielen, vielen Erst- und Zweitklässler nach Bad Brausewind gereist. Wir haben mit der faulsten Piratin der Welt in der Hängematte geschmökert und wilde Seeungeheuer „umgeschult“. Und für die anderen Klassen waren supertolle Kolleginnen da (leider nur nicht mit mir gleichzeitig) – Silke Schlichtman und Jutta Richter.
Und wie ihr an den Fotos auch seht – Kinderbuchschreibende halten sich auf Lesereisen manchmal beinahe genauso oft in Turnhallen auf wie Sportlehrkräfte.

Abschied von Pippilotta

Am Freitag mussten wir unsere Pippilotta einschläfern lassen. Mit 25 war sie die Jüngste bei uns im Pferdestall. Aber sie hatte schon lange Probleme mit den Gelenken. Seit dem Frühjahr kam es immer wieder vor, dass sie nicht selbst aufstehen konnte. Erst nur selten und so, dass wir, die zwei menschlichen Tiere auf Gut Pusteblume, ihr gut helfen konnten. Mit dem Ende der Koppelsaison vor ein paar Wochen mussten wir ihr jedoch immer öfter helfen – und geschafft haben wir es die letzten Male nur Dank Unterstützung aus dem Dorf. Da war das Gefühl schon längst sehr seltsam und die Angst vor dem langen Winter groß. Aber sie wollte es uns wohl etwas einfacher machen. Freitagnachmittag lag sie draußen und wir haben es nicht mehr geschafft, sie auf die Beine zu bekommen. Sie war ganz friedlich. Ist einfach ruhig liegengeblieben. Ist in meinen Armen eingeschlafen, bevor unser Tierarzt sie „richtig“ hat einschlafen lassen.

Der riesengroße Trost ist, dass Sue und Sancho ihr plötzliches Zweisein anscheinend gut angenommen haben.

Der riesengroße Trost ist, dass die Liebe bliebt. Genau wie unsere unendliche Dankbarkeit für elf verrückte, wunderbare Pippilotta-Jahre.

Ach, Pippilotta-Karotti-Ponypups. Man sieht es ja nicht auf den Fotos. Aber was konntest du zickig sein! Uns ach so lieblich zwicken, wenn dir was nicht gepasst hat. Hühner jagen. Katzen jagen. Hunde jagen. Krümel und Fussel wussten am Zaun immer ganz genau, mit welche Ponynase sie es zu tun hatten und haben mit ihren Rüsseln vor dir lieber Abstand gehalten. Und zu deiner Ponyfreundin Sue – ohne die du gleichzeitg keine Sekunde sein konntest und wolltest – warst du auch nicht immer nur nett.

Gleichzeitig warst du so unkompliziert und sooo putzig. Immer entspannt. (Wenn man genügend Abstand zu Tieren und Traktoren gehalten hat, ähem.)

Und diese Nase! Diese wunderbar, knutschbare Ponynase! ❤️

Wir werden sie mitsamt deinem ganzen Rest unendlich vermissen. Traurig – und glücklich. Wie sich das gehört. (Trücklich ist das dann und ein Gefühl, dass wir hier mittlerweile sehr gut kennen.)

Danke fürs bei-uns-sein, beste Zicke der Welt. Und ganz weg bist du ja nie. Ein Glück.